Singen für Schwangere

Babys besingen, Wiegen- und Schlaflieder lernen, Schwangerschaftsbeschwerden lindern...

Singen in der Schwangerschaft hat eine ganz besondere Bedeutung, da die Wirkungen sowohl für die werdende Mutter als auch das ungeborene Kind vielfältig sind. Eine Schwangerschaft ist nicht immer leicht, der weibliche Körper vollbringt Höchstleistungen und viele Frauen sind währenddessen zusätzlich noch voll berufstätig, was eine enorme Herausforderung für die werdende Mutter darstellt.

Singen in der Schwangerschaft kann sehr heilsam sein - der Körper wird in Schwingung versetzt, Glückshormone werden ausgeschüttet und Stress wird reduziert. Singen hilft bei Schwangeren gegen Schwindel, Schwäche, Stimmungsschwankungen und Übelkeit sowie Verdauungsprobleme, Atemnot und Erschöpfung. Singen in der Schwangerschaft wirkt ...

  • kreislaufanregend
  • durchblutungsfördernd
  • verdauungsfördernd
  • stimmungsaufhellend
  • angstlösend
  • entspannend
  • und sauerstoffanregend

Somit wird der Körper bei seiner wichtigen Aufgabe der Versorgung des neuen Lebens optimal unterstützt, was wiederum auch dem ungeborenen Kind zugute kommt. Doch Singen in der Schwangerschaft kann noch viel mehr!

Achterbahn der Gefühle

Ein Kind "unter dem Herzen zu tragen" bedeutet für viele Schwangere auch, emotional sehr empfindsam zu sein. Das liegt einerseits an der Wirkung der Schwangerschaftshormone, andererseits stellt eine Schwangerschaft aber auch aus psychologischer Sicht einen großen Wendepunkt im Leben, eine "Entwicklungsaufgabe" und ein "kritisches Lebensereignis" dar. Umbrüche und Veränderungen gehen immer mit starken Gefühlen einher - so verhält es sich auch, wenn ein neues Leben entsteht.

 

Viele Schwangere machen sich Sorgen über das Wohl ihres Kindes, über die Zukunft und vieles mehr und natürlich spielen auch Ängste in Bezug auf die bevorstehende Geburt, das Wochenbett und die intensive Zeit der Babypflege eine große Rolle. So ist die Welt einer Schwangeren nicht nur rosarot, sondern mitunter von intensiven Gefühlsschwankungen geprägt.

 

Singen und Tönen kann hier helfen, den eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen - Sorgen Ängste, Glück und Vorfreude herauszulassen, zu kanalisieren und sich somit emotional zu stabilisieren. Mantras, Trost-, Kraft, Klage- und Wiegenlieder haben hier eine wichtige Funktion und können maßgeblich zum Wohl von Schwangeren beitragen!

 

Überall auf der Welt singen Frauen für Ihre Kinder, vor der Geburt, nach der Geburt und während der Geburt. Es gibt einen Reichtum an Ritualen und Bräuchen, die uns überliefert sind.

 

Wundermittel Wiegenlieder

Vorgeburtliches Lernen - Schlaf gut, Baby

Kinder mit Wiegen- und Schlafliedern zu beruhigen hat jahrhundertealte Tradition - es gibt einen großen Schatz an Liedern aus aller Welt, die Babys in den Schlaf wiegen sollen. Viele Schlaflieder haben mantra-artige kurze Textpassagen, die im Loop wiederholt gesungen werden und so das Kind einlullen ("lullabies"). Außerdem sind viele davon im 3/4 oder 6/8-Takt komponiert, was ihnen - wie jedem Walzer - den wiegenden Charakter verleiht, daher auch "Wiegenlieder".

Da Babys bereits im Mutterbauch sehr lernfähig sind und sich auch später an vorgeburtliche Erfahrungen erinnern können, ist es möglich, sie schon früh auf bestimmte Lieder einzustellen bzw.  - psychologisch ausgedrückt - zu konditionieren. Das ist im Grunde ganz einfach!

Lieder, die während der Schwangerschaft wiederholt und lange gesungen werden, merkt sich das Baby und erkennt diese nach der Geburt wieder. Somit haben die betreffenden Lieder einen vertrauten Charakter und das Baby fühlt sich an die geborgenen Zeit im Mutterbauch zurückerinnert und hat - zwischen all den neuen Eindrücken - etwas zum Anhalten, was es bereits kennt! Das kann sehr tröstlich wirken und ein Baby relativ einfach und unkompliziert beruhigen.

Was das Baby hört

Im Mutterbauch ist es keineswegs still - im Gegenteil! Das Baby kann bereits ca. ab der 10. -14. SSW Geräusche wahrnehmen - in dieser Zeit beginnt die Bildung des Hörnervs. Für die Ausbildung des Gehörs braucht ein Baby Anregung - und das passiert durch das Wahrnehmen der Geräusche im Mutterbauch (Herzschlag, Verduung etc.) sowie die Stimme der Mutter, die über die Knochenleitungen als Körperschall verstärkt wird. Die Beckenknochen wirken hier als großer Resonanzraum - vor allem höhere Frequenzen können trotz der flüssigen Umgebung des Fruchtwassers resonieren, sodass das ungeborene Kind die mütterliche Stimme sehr deutlich wahrnehmen kann.

 

Väter, Großväter und andere Bässe

Geräusche und Stimmen von Außen werden eher dumpf wahrgenommen - praktisch wie unter Wasser. Am besten setzen sich hier Bässe durch, da sie die längste Wellenlänge besitzen und sich kaum eindämmen lassen (deshalb hört man z.B. die Bässe auch noch, wenn man vor einer Disco herausen steht), während mittlere und hohe Frequenzen kaum das Fruchtwasser durchdringen. Daher erscheint es auch nur begrenzt sinnvoll, dem ungeborenen Kind von Außen Musik, Spieluhren oder Ähnliches vorzuspielen.

 

Tiefe männliche Stimmen dagegen werden durch ihre Basslastigkeit eher gehört - dies macht biologisch insofern Sinn, als dass das Baby bereits im Mutterbauch die Anwesenheit des Vaters wahrnehmen und seine Stimme kennenlernen kann.

 

Gesangstherapie für Schwangere


Einzelarbeit zur Geburtsvorbereitung, zum Bonding, zum Erlernen von Liedern, zum Aufarbeiten persönlicher Themen, bei psychosozialen Belastungen rund um Schwangerschaft und Geburt...:

 

Beitrag: 75 EUR (50 min)

siehe Angebot Gesangstherapie

 

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