Heilsames Singen

Carien Wijnen, Gründerin der Gesangstherapie, bezeichnet die Stimme als Musikinstrument der Seele und somit als unser ursprünglichstes Instrument. Wir haben sie praktisch "immer dabei"!

Frei nach dem Motto

"Singen ist wie atmen"

geht es beim Heilsamen Singen darum, der eigenen Stimme als Ausdruck der eigenen Persönlichkeit Raum zu geben und diese ungezwungen und den eigenen Bedürfnissen entsprechend weiterzuentwickeln. Sowohl Sprech- als auch Singstimme können vom freien Singen und Tönen profitieren - das Gehör wird geschult, die Atmung reguliert und der gesamte Körper darf in seiner Resonanz schwingen und klingen. 

Stimme und Persönlichkeit

"Sobald man den Mund öffnet und einen Ton herauslässt, können Gefühle hochkommen" (C. Wijnen). Unsere Stimme ist Ausdruck unserer Persönlichkeit - einzigartig und unverwechselbar ehrlich. Tränen kann man unterdrücken, doch am Ton der Stimme hört man sie trotzdem - ebenso wie andere Emotionen. Menschen werden außerdem an der Einzigartigkeit ihrer Stimme erkannt. Durch unsere Stimme können wir uns sichtbar und hörbar machen, uns zeigen und Raum einnehmen.

Verstimmt? Verstummt?

Viele Menschen wurden leider im Laufe ihrer Kindheit von negativen Kommentaren ("sei nicht so laut", "du bist unmusikalisch", "beweg lieber nur die Lippen" etc...) und Kritik an ihrem Gesang im Ausdruck ihrer Stimme gedämpft - wobei die Ablehnung der Stimme eines Menschen oftmals als Ablehnung der eigenen Person empfunden wird und deshalb sehr verletztend sein kann. Manche trauen sich nach solchen Erlebnissen nicht mehr zu singen und verstummen.

Die Stimme erheben - laut sein dürfen

Ganzheitliche Gesangsarbeit und Gesangstherapie nach C.Wijnen kann Schleusen verdrängter Gefühle öffnen und freies Singen kann dabei helfen, das Vertrauen in die eigene Stimme und die eigene Persönlichkeit wiederzuerlangen. Außerdem trägt es zur Verbesserung des Körpergefühls bei, spendet Selbstvertrauen und mobilisiert Kraft, Lust und Kreativität. Weiters bewirkt freise Singen eine Entfaltung und Weiterentwicklung sowohl der Gesangs- als auch der Sprechstimme und hat zahlreiche positive Effekte auf den Körper (vgl. "Singen als Medizin").

 

Singen stiftet Gemeinschaft

Insgesamt gerät das gemeinsame Singen in unserer multimedialen Gesellschaft immer mehr in den Hintergrund, weshalb viele diese natürliche Quelle der Freude und des Wohlbefindens leider kaum mehr nutzen. Miteinander singen bedeutet aber in Kontakt sein - ganz bei sich sein, aber nicht allein.

Beim gemeinsamen Singen in der Gruppe wird das Bindungshormon Oxytocin ausgeschüttet - so fühlen wir uns miteinander verbunden und können soziale Ängste überwinden.