"Tönen" - was bedeutet das eigentlich?

Immer wieder ist vom so genannten "TÖNEN" die Rede, es soll heilsam und befreiend wirken und aus dem Inneren kommen - doch was genau sich hinter diesem fast geheimnisvollem Wort verbirgt, ist vielen nach wie vor ein Rätsel. Was ist das also, das Tönen? Was passiert da oder was macht man da so?

Mit dem Wort Tönen bezeichnet man im Allgemeinen eine stimmliche Ausdrucksweise, die sich nicht an der vorgegebenen Norm eines Liedes mit festgesetzter Melodie orientiert. Die Stimme zeigt sich nicht nur beim Sprechen oder beim Singen im klassischen Sinne, sondern produziert auch diverse Geräusche, Laute und Töne - wie z.B. Seufzen, Brummen, Gähnen, Knurren, Krächzen, Summen etc...Im Alltag passieren unsere Lautäußerungen meist unbewusst und aus dem Bauch heraus, wobei wir allerdings gelernt haben, uns gesellschaftsbedingt damit eher im Hintergrund zu halten. Kinder tönen noch viel freier und unvermittelter - sie blubbern und summen intuitiv und vergnüglich vor sich hin, um Dinge zu verarbeiten und auszudrücken - bis sie gewöhnlich aufgrund gesellschaftlicher Konventionen von Erwachsenen in ihrer Ausdrucksfreude gebremst werden.

Freies Tönen gezielt eingesetzt hat großes Potential, unsere Selbstheilungsmechanismen zu steuern.  Das Produzieren von Tönen, Lauten und Geräuschen versetzt unseren Körper bzw. unsere Zellen in Schwingung, lässt uns in bestimmten Regionen - je nach Lautäußerung - vibrieren.

Wunden heilen schneller, wenn sie einer leichten Vibration ausgesetzt sind - ein Phänomen, das an der Universität von Illinois (Chicago) schon länger untersucht wird.

Katzen beispielsweise schnurren, wenn es ihnen gut geht - und auch, wenn es ihnen nicht so gut geht und sie sich selbst beruhigen müssen. Die Vibration wirkt anregend, ausgleichend und aktiviert das Selbstheilungspotential.

Intuitive Lautäußerungen können außerdem viel zur Psychohygiene beitragen, indem sie unsere Stimmungen und Gemütszustände kanalisieren und nach Außen bringen. Somit können wir uns auf unmittelbare und einfache Art und Weise von unangenehmen Gefühlen erleichtern - man denke nur daran, wieviel leichter das Herz oft nach ausgiebigem Jammern oder Weinen ist.

Ich habe es mir zum Beispiel zur Gewohnheit gemacht, nach dem Aufwachen im Bett liegend die Müdigkeit aus mir herauszukrächzen und zu brummen - sie also herauszutönen. So befreie ich mich täglich von der Schwere der Nacht und kann aktiviert und munter am neuen Tag ankommen.

Auch positiven Gefühlen kann durch freies Tönen Ausdruck verliehen werden - so singen, pfeifen und summen wir vor uns hin, wenn wir uns richtig gut fühlen. Tönend können wir also hörbar machen, was in uns schwingt, klingt und singt und tiefen Gefühlen Ausdruck verleihen. So kann die Seele singen und der Körper schwingen und ganz nebenbei erfahren wir ein bißchen mehr über uns selbst.

 

Neben dem unvermittelten freien Tönen gibt es auch gezielt eingesetztes vorgegebenes Tönen - wie z.B. das Chakren- oder Vokaltönen. Hier werden bestimmte Körperbereiche mithilfe von Tonhöhen bzw. Frequenzbereichen bewusst in Schwingung versetzt.

 

Mehr zu den verschiedenen Arten des Tönens gibt´s im nächsten Blog - coming soon :-)!

 

Hier findet ihr noch ein kleines Video, das einen Einblick ins gemeinsame Tönen gibt - so KANN, muss es aber nicht, klingen, wenn man in der Gruppe im Kreis sitzend tönt.

 


SOUL SOUND

Eine wunderbare Gelegenheit, das mit dem Tönen einmal auszuprobieren, gibt´s übrigens bei SOUL SOUND!

 

Ein ganzer Tag voller Neugier und Selbsterfahrung ♥

 

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